Annaberg-Buchholz im Erzgebirge: Bergstadt mit 500 Jahren Geschichte

Wer bei uns in Geyer wohnt, hat es nicht weit nach Annaberg-Buchholz: Über Tannenberg sind es keine 15 Autominuten bis in die alte Bergstadt am Fuß des Pöhlbergs. Wir empfehlen unseren Gäste mindestens einen halben Tag einzuplanen. Die Altstadt, den Turm der Sankt Annen Kirche sowie ein, zwei Museen. Auf dem Rückweg kann man über Frohnau fahren und dabei den Frohnauer Hammer oder das Markus Röhling Besucherbergwerk besichtigen.

Annaberg-Buchholz auf einen Blick

Mit rund 19.000 Einwohnern ist Annaberg-Buchholz die größte Stadt im Erzgebirgskreis und zugleich dessen Kreisstadt. Sie liegt auf durchschnittlich 600 Metern über dem Meeresspiegel und erstreckt sich beidseits des Sehmatals: Annaberg an den Hängen des 832 Meter hohen Pöhlbergs, Buchholz auf der gegenüberliegenden Talseite bis zum Schottenberg hinauf. Weil sich die Straßen dort terrassenförmig den Hang hochziehen, wird Buchholz auch die Terrassenstadt genannt.
allgemein

500 Jahre Geschichte

Die ersten Ortschaften auf dem heutigen Stadtgebiet werden schon 1397 urkundlich erwähnt. Richtig los ging es aber erst 1491, als hier reiche Silbererzgänge gefunden wurden: Im Zuge dieses Berggeschreys zogen so viele Bergleute und Siedler in die Gegend, dass am 21. September 1496 offiziell eine Stadt gegründet wurde. Der Silberbergbau ließ Annaberg rasant wachsen – in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts war die Stadt nach Freiberg die zweitgrößte in Sachsen und eine der größten im gesamten deutschen Sprachraum. Ab etwa 1522 lebte und arbeitete hier Adam Ries als Rechenmeister und Bergbeamter, bis zu seinem Lebensende. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts kam mit dem Klöppeln und Bortenwirken ein zweiter Wirtschaftszweig hinzu, maßgeblich vorangetrieben von der Unternehmerin Barbara Uthmann.
geschichtlich

Sehenswürdigkeiten in der Altstadt

Die Altstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden. Mittelpunkt ist die Sankt Annen Kirche, eine der größten spätgotischen Hallenkirchen Sachsens – wer den Glockenturm hochsteigt, blickt über die Dächer der Stadt bis zum Pöhlberg. Gleich am Markt liegt die Bergkirche Sankt Marien mit ihren lebensgroß geschnitzten Figuren, die man leicht übersieht, wenn man nicht gezielt danach sucht. Im Adam-Ries-Museum geht es um Leben und Werk des berühmten Rechenmeisters, und in der Museumsgasse zeigt die Manufaktur der Träume, wie erzgebirgische Volkskunst entsteht.

Bergbau zum Anfassen

Annaberg-Buchholz ohne Bergbau ist kaum vorstellbar. Das Erzgebirgsmuseum im Gößner führt mit eigenem Besucherbergwerk mitten in der Stadt unter Tage. Draußen in Frohnau zeigen der Markus-Röhling-Stollen, die Bergschmiede mit ihrem Pferdegöpel und der Frohnauer Hammer, wie hart die Arbeit früher war – der Hammer wird bis heute allein von der Kraft des Wassers angetrieben.

Weihnachtszeit in der Bergstadt

Im Dezember gehört der Top Weihnachtsmarkt auf dem Annaberger Markt seit Jahren zu den schönsten im ganzen Erzgebirge, und am vierten Advent zieht die große Abschluss-Bergparade tausende Besucher in die Stadt.

schalter 360
in Annaberg-Buchholz