Bergparaden im Erzgebirge – unsere Termine für die Adventszeit

Sobald der erste Schnee liegt und die Weihnachtsmärkte im Erzgebirge öffnen, beginnt bei uns auch die Zeit der Bergparaden. Kaum eine Tradition zeigt so deutlich, wie tief der Bergbau in dieser Region verwurzelt ist, wie die farbenfrohen Umzüge der Bergbrüderschaften an den Adventswochenenden. Welche Parade an welchem Wochenende stattfindet, finden Sie übersichtlich in der Tabelle weiter unten.

Woher die Tradition der Bergparaden kommt

Ursprünglich waren die Bergparaden eine Huldigung an die Landesherren zu deren Festtagen. Mit der Einführung der Rangklassen, der Revierfarben und weiterer Vorschriften nahm die Kleidung der sächsischen Berg- und Hüttenleute ab 1768 einen uniformartigen Charakter an, seither spricht man von Bergmannsuniformen. Heute sind die Paraden längst kein höfisches Ritual mehr, sondern das Highlight der Weihnachtszeit im Erzgebirge, getragen von tausenden ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern, die diese Tradition mit viel Herzblut am Leben halten.

Warum wir die Bergparaden so lieben

Uns geht es dabei wie den meisten Gästen: Wenn irgendwo in der Nähe Bergmusik durch die Straßen klingt, lassen wir alles stehen und liegen. Man sieht die prächtigen Uniformen, hört die Bergkapellen und spürt, wie sehr dieses Brauchtum den Menschen hier noch immer am Herzen liegt. Ein Highlight und fester Bestandteil fast jeder Parade ist das Steigerlied, das die Bergleute schon im 16. Jahrhundert bei der Arbeit begleitete und das bis heute gemeinsam gesungen wird, oft der Moment, an dem einem selbst als Zuschauer eine Gänsehaut über den Rücken läuft.

Von Chemnitz bis Annaberg-Buchholz: die großen Paraden

Besonders eindrucksvoll finden wir die großen Paraden in den Bergstädten. Chemnitz eröffnet die Saison, Freiberg zieht mit Fackelschein durch die historische Altstadt bis zum Berggottesdienst in der Petrikirche, und in Schneeberg wird es bei der nächtlichen Bergparade regelrecht magisch, wenn die Uniformen im Fackellicht glänzen. In Seiffen verbindet sich die Parade mit dem Charme des Spielzeugdorfes, in Schwarzenberg zieht sie durch die Silberstadt, und den Schlusspunkt der Adventszeit setzt traditionell die große Abschlussparade in Annaberg-Buchholz mit weit über tausend Trachtenträgern.

Die kleineren Aufzüge in unserer Nähe

Genauso gern mögen wir aber auch die kleineren Aufzüge direkt in unserer Nähe. In Elterlein, Zwönitz, Thum und Lößnitz sind es vor allem die örtlichen Bergbrüderschaften und Musikkorps, die mit überschaubarem Aufwand, aber genauso viel Herzblut durch die Straßen ziehen. Und natürlich der letzte Bergaufzug der Adventszeit direkt bei uns in Geyer, den wir uns jedes Jahr aus nächster Nähe ansehen. Den wirklichen Schlusspunkt setzt schließlich die Heiligmorgen-Bergparade in Ehrenfriedersdorf in aller Frühe, ein Gruß der Bergleute zum Weihnachtsfest, bei dem viele Einheimische noch vor der Bescherung dabei sind.

Alle Termine im Überblick

der Anfang

  • Bergaufzug in Elterlein (Freitag vorm 1. Adventswochenende, 17:00 Uhr)

1. Adventswochenende

  • Auftaktbergparade Chemnitz (Samstag, 14:00 Uhr)
  • Abendlicher Bergaufzug in Zwönitz (Samstag, 17:00 Uhr)
  • Bergparade Thum (Sonntag, 14:00 Uhr)

2. Adventswochende

  • Bergparade im Fackelschein in Freiberg (Samstag, 17:00 Uhr)
  • Große nächtliche Bergparade in Schneeberg (Sonntag, 16:30 Uhr)

3. Adventswochenende

  • Große Bergparade in Seiffen (Samstag, 15:30 Uhr)
  • Bergparade Schwarzenberg (Samstag , 17:00 Uhr)
  • Bergparade Lössnitz (Sonntag, 17:00 Uhr)

4. Adventswochenende

  • Große Abschlussparade in Annaberg-Buchholz (Sonntag, 13:30 Uhr)
  • Letzter Bergaufzug in der Adventszeit in Geyer (Sonntag, 17:00 Uhr)

der wirkliche Abschluss

  • Die Heiligmorgen-Bergparade in Ehrenfriedersdorf – Ein Gruß der Bergleute zum Weihnachtsfest (24.12. um 06:00 Uhr am Morgen)

Gut zu wissen für Ihren Besuch

Wer eine Bergparade besuchen möchte, sollte sich rechtzeitig warm anziehen und etwas früher da sein, gute Plätze an der Strecke sind an den beliebten Terminen wie Annaberg-Buchholz oder Schneeberg schnell vergeben. Auch ein Platz auf dem anschließenden Weihnachtsmarkt lohnt sich, viele Paraden münden direkt in Glühwein, Pulsnitzer Pfefferkuchen und den Duft von Schwenkbraten. Ein Blick auf die Wetterlage vorab lohnt sich ebenfalls, denn die Umzüge finden bei fast jedem Wetter statt. Da sich einzelne Termine von Jahr zu Jahr leicht verschieben können, empfehlen wir, kurz vor der Anreise noch einmal bei der jeweiligen Gemeinde oder beim Tourismusverband Erzgebirge nachzufragen.

Nach der Parade: zurück in unsere Ferienwohnung

Wenn Sie mehrere Paraden an einem Wochenende erleben möchten, ist unsere Ferienwohnung in Geyer ein guter Ausgangspunkt, viele der genannten Orte liegen nur eine kurze Autofahrt entfernt. Nach einem Abend voller Bergmusik und Fackelschein freuen wir uns, Sie bei uns wieder aufzuwärmen, mit Blick auf die nächste Parade am Wochenende danach.

Die Bergparaden verteilen sich über die gesamte Adventszeit, meist von Ende November bis zum 24. Dezember. Los geht es traditionell mit der Auftaktparade in Chemnitz am ersten Adventswochenende, danach folgen Wochenende für Wochenende weitere Orte im Erzgebirge. Den Abschluss bildet die Große Bergparade in Annaberg-Buchholz am vierten Advent sowie die Heiligmorgen-Bergparade in Ehrenfriedersdorf am 24. Dezember in aller Frühe. Die genauen Termine der einzelnen Orte finden Sie in unserer Terminübersicht weiter oben auf dieser Seite.

Eine Bergparade ist ein festlicher Umzug der erzgebirgischen Bergbrüderschaften in historischen Bergmannsuniformen, begleitet von Bergkapellen und oft Fackeln. Ursprünglich als Huldigung an die Landesherren entstanden, sind die Umzüge heute ein lebendiges Zeugnis der jahrhundertealten Bergbautradition der Region und gehören zum UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge.

Das ist Geschmackssache, aber einige Paraden gelten als besondere Highlights: die Große Abschlussparade in Annaberg-Buchholz mit weit über tausend Trachtenträgern, die nächtliche Bergparade im Fackelschein in Schneeberg sowie die Bergparade in Freiberg, die bis zum Berggottesdienst in der Petrikirche führt. Auch die Parade im Spielzeugdorf Seiffen hat wegen der besonderen Kulisse viele Fans.

Die reine Umzugszeit liegt meist zwischen 60 und 90 Minuten, je nach Länge der Strecke und Anzahl der teilnehmenden Bergbrüderschaften und Musikkorps. Rechnen Sie zusätzlich Zeit für die Anreise und einen guten Platz an der Strecke ein, an beliebten Terminen wie Annaberg-Buchholz oder Schneeberg sollten Sie deutlich früher da sein.

Ja, das Zuschauen entlang der Umzugsstrecke ist bei allen Bergparaden im Erzgebirge kostenfrei. Die Paraden sind ein Vereinsbrauchtum, getragen von tausenden ehrenamtlichen Mitgliedern der Bergbrüderschaften. Wer möchte, kann die Vereine natürlich mit einer kleinen Spende unterstützen.

Ja, die Umzüge finden bei fast jedem Wetter statt, ob Schnee, Regen oder klirrende Kälte, das gehört im Erzgebirge zur Adventszeit einfach dazu. Nur bei Sturm oder extremen Wetterwarnungen kann es im Einzelfall zu Absagen oder Verschiebungen kommen. Ein Blick auf die Wettervorhersage und warme, wetterfeste Kleidung lohnen sich also in jedem Fall.

Da die Paraden meist am späten Nachmittag oder Abend im Dezember stattfinden, sind warme Winterkleidung, feste Schuhe, Mütze und Handschuhe Pflicht. Praktisch sind außerdem eine Sitzunterlage oder ein Klapphocker, falls Sie länger auf einen guten Platz warten, sowie etwas Kleingeld für Glühwein und Pfefferkuchen auf dem begleitenden Weihnachtsmarkt.

Beide Begriffe werden im Erzgebirge oft synonym verwendet. Als "Bergparade" bezeichnet man meist die größeren, offiziellen Umzüge der Bergstädte, während "Bergaufzug" häufiger für die kleineren, lokalen Umzüge in Ortsteilen und Gemeinden steht. Der Ablauf, historische Uniformen, Bergkapelle und oft das gemeinsame Steigerlied, ist bei beiden gleich.

Ursprünglich waren Bergparaden eine Huldigung an die Landesherren zu deren Festtagen. Mit der Einführung von Rangklassen, Revierfarben und weiteren Vorschriften erhielt die Kleidung der sächsischen Berg- und Hüttenleute ab 1768 einen uniformartigen Charakter, seither spricht man von Bergmannsuniformen. Heute sind die Paraden ein lebendiges Brauchtum, das von den Bergbrüderschaften mit viel Herzblut gepflegt wird.

Das Steigerlied ist das inoffizielle Lied des Erzgebirges und ein fester Bestandteil fast jeder Bergparade. Es begleitete die Bergleute schon im 16. Jahrhundert bei der Arbeit und wird bis heute gemeinsam gesungen, oft der Moment, an dem selbst Zuschauern eine Gänsehaut über den Rücken läuft.

Unsere Ferienwohnung Haus Feig in Geyer liegt zentral im Erzgebirge und eignet sich als guter Ausgangspunkt, viele der genannten Orte wie Annaberg-Buchholz, Schneeberg, Thum oder Ehrenfriedersdorf sind nur eine kurze Autofahrt entfernt. So können Sie an einem Adventswochenende gleich mehrere Paraden besuchen und abends bei uns wieder aufwärmen.