Die Greifensteine bei Geyer: Freilichtbühne, Stülpnerhöhle und Kletterfelsen

Von unserer Ferienwohnung aus sind es nur ein paar Minuten bis zu den Greifensteinen – der Grund Nummer eins, warum die meisten Gäste überhaupt nach Geyer kommen. Auf dem Felsplateau zwischen Geyer und Ehrenfriedersdorf liegen die Freilichtbühne, die Stülpnerhöhle, die Kletterfelsen, ein Aussichtsfelsen mit Blick bis zum Fichtelberg und ein Kletterwald für die ganze Familie. Wer bei uns übernachtet, hat all das direkt vor der Tür.

Freilichtbühne: Theater im ehemaligen Steinbruch

Die Mulde, in der heute die Freilichtbühne steht, war einmal Steinbruch – sechs der ursprünglich dreizehn Greifensteine-Felsen wurden hier abgetragen. Von Juni bis September spielt das Eduard-von-Winterstein-Theater aus Annaberg-Buchholz fast täglich auf der Naturbühne, oft zwei Vorstellungen am Tag: Kinderstücke, Musicals, dazwischen das Country Open Air und einmal im Jahr das Fantreffen der Randfichten. An schönen Abenden ist die Bühne gut besucht, ein Blick auf den Spielplan vorher lohnt sich.

Stülpnerhöhle: Versteck eines Volkshelden


Ein kurzer Fußweg bringt Sie zur Stülpnerhöhle, benannt nach dem Wildschütz Karl Stülpner aus Scharfenstein. Er soll sich hier vor der Obrigkeit versteckt haben, mit der er zeitlebens auf Kriegsfuß stand – im Erzgebirge erzählt man sich bis heute Geschichten über ihn. Stülpner starb 1841 mit 79 Jahren. Für Kinder ist die Höhle meist der spannendste Stopp auf dem Rundweg.

Kletterfelsen: eines der bekanntesten Klettergebiete im Erzgebirge

Sieben Granitfelsen sind von den ursprünglich dreizehn übrig geblieben, darunter Turnerfelsen, Stülpnerwand, Kreuzfelsen, Gamsfelsen und Seekofel. Über hundert Kletterrouten in fast allen Schwierigkeitsgraden ziehen Kletterer aus der ganzen Region an. Auch ohne eigenen Gurt lohnt sich ein Blick nach oben – an sonnigen Wochenenden ist an den Felsen meist einiges los.

Die Greifensteine im Erzgebirge

Aussichtsfelsen: 731 Meter mit Blick bis ins Böhmische


Über eine steile Treppe geht es hinauf auf den Aussichtsfelsen – bei uns in der Gegend oft auch Aussichtsturm genannt, weil oben eine kleine Plattform mit Geländer wartet. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis zum Fichtelberg, zum Keilberg auf der böhmischen Seite und über die Wälder des Greifensteingebiets. Der Zugang kostet einen Euro über ein Münz-Drehkreuz, also am besten etwas Kleingeld einstecken.

Kletterwald: acht Parcours in den Baumwipfeln

Wer hoch hinaus will, ohne gleich am Fels zu hängen, ist im Kletterwald richtig. Acht Parcours führen vom Einsteiger- bis zum Profi-Niveau durch die Bäume, der „Flying Stülpner“ gehört zu den beliebtesten. Für Familien ein guter halber Tag – festes Schuhwerk und ein paar Stunden Zeit einplanen.

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an den Greifensteinen

Noch mehr rund um die Greifensteine

  • Waldgeisterweg: ein kurzer Erlebnispfad mit Fantasiefiguren zwischen den Greifensteinen und Ehrenfriedersdorf, gut für Familien mit kleinen Kindern.
  • Wanderung im Greifenbachtal: alte Spuren des Zinnbergbaus und ruhige Waldwege, wenn es an der Bühne mal zu voll ist.
  • Greifenbachstauweiher – „Geyrischer Teich“: direkt unterhalb der Greifensteine, gut für einen Spaziergang oder eine Pause am Wasser.
  • Erlebnisbad: Freizeit- und Erlebnisbad mit Sauna, direkt an den Greifensteinen – auch bei Regenwetter ein Ausflug wert.
  • Geyer: unser Heimatort, bekannt für die Binge und die Bergbaugeschichte, keine zehn Fahrminuten entfernt.
  • Ehrenfriedersdorf: auf der anderen Seite der Greifensteine, mit dem Besucherbergwerk Zinngrube.

Etwas Geschichte am Rande

Auf den Greifensteinen soll ab 1180 die Burg Greifenstein gestanden haben, 1372 erstmals urkundlich erwähnt und vermutlich im 14. Jahrhundert abgebrannt. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde sie aufgegeben und über Jahrhunderte als Steinbruch abgetragen – daher die heute sieben statt dreizehn Felsen. Bei Ausgrabungen zwischen 1969 und 1972 kamen über 10.000 Keramikfunde aus der Burgzeit ans Licht.

Am Ende bleibt für einen Tag kaum Zeit, um alles zu sehen. Wer die Greifensteine wirklich erleben will, bleibt am besten gleich ein paar Tage – in unserer Ferienwohnung in Geyer im Erzgebirge.

Die wichtigsten Antworten rund um Freilichtbühne, Stülpnerhöhle, Kletterfelsen, Aussichtsfelsen und Kletterwald – kurz und knapp für Ihre Planung.

Wo liegen die Greifensteine bei Geyer im Erzgebirge?

Die Greifensteine liegen auf einem Felsplateau im Geyerschen Wald zwischen den Orten Geyer, Ehrenfriedersdorf und Thum im sächsischen Erzgebirgskreis. Von Annaberg-Buchholz sind es rund 10 Kilometer bzw. etwa 15 bis 20 Autominuten; von unserer Ferienwohnung in Geyer aus erreichen Sie das Gebiet zu Fuß in wenigen Minuten.

Was gibt es an den Greifensteinen alles zu sehen und zu unternehmen?

Auf dem Felsplateau warten eine Freilichtbühne im ehemaligen Steinbruch, die sagenumwobene Stülpnerhöhle, sieben Granitfelsen mit über 100 Kletterrouten, ein Aussichtsfelsen mit Blick bis zum Fichtelberg und Keilberg sowie ein Kletterwald mit mehreren Parcours für die ganze Familie. Rundherum laden Wanderwege, der Greifenbachstauweiher und ein Erlebnisbad zu weiteren Ausflügen ein.

Was kostet der Eintritt zu den Greifensteinen?

Das Betreten des Areals mit den Felsen, der Stülpnerhöhle und den Wanderwegen ist kostenlos. Nur der Aufstieg auf den Aussichtsfelsen kostet einen Euro, der über ein Münz-Drehkreuz kassiert wird – am besten etwas Kleingeld einstecken. Für Kletterwald und Freilichtbühne gelten eigene, separate Eintrittspreise.

Was kostet der Kletterwald an den Greifensteinen und wann hat er geöffnet?

Der Eintritt richtet sich nach Alter und Parcours: Kinder zahlen ab 18 €, Jugendliche ab 20 € und Erwachsene ab 22 €, für den anspruchsvollsten Profi-Parcours bis zu 26 €. Familienkarten gibt es schon ab 52 €. Geöffnet ist der Kletterwald von Frühjahr bis Herbst, in der Hauptsaison meist täglich von 10 bis 19 Uhr. Da sich Zeiten und Preise saisonal ändern können, lohnt sich vorab ein Blick auf die Website des Kletterwaldes.

Wie lange dauert ein Ausflug zu den Greifensteinen?

Für den kurzen Rundweg zu Stülpnerhöhle, Kletterfelsen und Aussichtsfelsen reicht etwa eine Stunde. Wer die große Rundwanderung mit Anschluss an den Greifenbachstauweiher und die Eric-Frenzel-Schanze dazunimmt, sollte für die rund 9 bis 14 Kilometer eher 2,5 bis 3 Stunden einplanen. Mit Theaterbesuch, Kletterwald oder einem Bad im Erlebnisbad wird daraus schnell ein ganzer Tag.

Gibt es Parkplätze an den Greifensteinen?

Ja, es gibt ausgewiesene Wanderparkplätze, unter anderem an der Thumer Straße auf der Geyer-Seite und an der Greifensteinstraße auf der Ehrenfriedersdorfer Seite bei der Freilichtbühne. Das Parken ist dort gebührenpflichtig; an sonnigen Wochenenden und vor Theatervorstellungen kann es eng werden, eine frühzeitige Anreise lohnt sich also.

Wer war Karl Stülpner und was hat es mit der Stülpnerhöhle auf sich?

Karl Stülpner war ein Wildschütz aus Scharfenstein, der im Erzgebirge zum Volkshelden wurde, weil er sich zeitlebens mit der Obrigkeit anlegte. Der Sage nach versteckte er sich in der nach ihm benannten Höhle an den Greifensteinen vor seinen Verfolgern. Er starb 1841 im Alter von 79 Jahren; bis heute erzählt man sich im Erzgebirge Geschichten über ihn. Für Kinder ist die Höhle meist der spannendste Punkt auf dem Rundweg.

Wann und wie oft finden Vorstellungen auf der Freilichtbühne Greifensteine statt?

Von Juni bis September bespielt das Eduard-von-Winterstein-Theater aus Annaberg-Buchholz die Naturbühne im ehemaligen Steinbruch fast täglich, an vielen Tagen sogar zweimal. Die rund 1.200 Plätze zwischen den Granitfelsen sind bei schönem Wetter gut besucht. Den aktuellen Spielplan mit allen Terminen finden Sie auf der Website der Erzgebirgischen Theater- und Orchester GmbH.

Wie schwer sind die Kletterrouten an den Greifensteine-Felsen?

Sieben der ursprünglich dreizehn Greifensteine-Felsen – darunter Turnerfelsen, Stülpnerwand, Kreuzfelsen, Gamsfelsen und Seekofel – sind als Naturklettergarten erschlossen. Über 100 Kletterrouten decken fast alle Schwierigkeitsgrade ab, vom leichten Einstieg bis zur anspruchsvollen Route für erfahrene Kletterer. Wer selbst klettern möchte, braucht eigene Ausrüstung; Zuschauern lohnt sich an sonnigen Wochenenden trotzdem ein Blick nach oben.

Ist der Kletterwald an den Greifensteinen auch für Kinder und Anfänger geeignet?

Ja. Der Kletterwald bietet mehrere Parcours vom leichten Entdecker- bis zum anspruchsvollen Profi-Niveau, sodass sowohl Kinder als auch geübte Kletterer passende Herausforderungen finden. Vor dem Start gibt es für alle Gäste eine Einweisung durch geschulte Trainer, die während der Tour ein Auge auf die Besucher haben. Genaue Alters- und Größenvorgaben je Parcours erfragen Sie am besten direkt beim Kletterwald.

Was kann man bei den Greifensteinen tun, wenn das Wetter schlecht ist?

Auch bei Regen muss der Ausflug nicht ausfallen: Das Freizeit- und Erlebnisbad an den Greifensteinen mit Sauna ist eine beliebte Schlechtwetter-Alternative direkt vor Ort. Der Aufstieg auf den Aussichtsfelsen kann bei starkem Regen, Sturm oder Schnee dagegen eingeschränkt oder gesperrt sein. Ein Blick auf die Wettervorhersage vor der Anreise lohnt sich in jedem Fall.

Sind Hunde an den Greifensteinen erlaubt?

Auf den Wander- und Rundwegen rund um die Greifensteine sind angeleinte Hunde grundsätzlich willkommen. Für Einrichtungen wie den Kletterwald, die Freilichtbühne oder das Erlebnisbad gelten dagegen eigene Hausregeln – hier fragen Sie am besten kurz beim jeweiligen Betreiber nach, ob und unter welchen Bedingungen Hunde mitgebracht werden dürfen.