Waschleithe

Waschleithe

Im Tal des Oswaldbaches liegt im  im westlichen Erzgebirge zwischen Grünhain nach Schwarzenberg die Gemeinde Waschleithe, welche einiges zu bieten hat. Seit längerem ist Waschleithe bei kleinen und großen Touristen, Kurgästen und Urlaubern zum Geheimtipp geworden.

Am Ortseingang aus Richtung Schwarzenberg begrüßt denBesucher von Waschechte die Ruine der 1515 errichteten Dudelskirche, wer hier gleich rechts abbiegt kommt zum ältesten Besucherbergwerk Sachsens dem „Herkules Frisch Glück„, im weiteren Verlauf durch den Ort gelangt man erst zum Heimateck Waschleithe und anschliessend weiter zum Natur – und Wildpark.

Geschichte

Zur Verarbeitung der reichen Erz- und Silbervorkommen im Gebiet um das Grünhainer Kloster wurde in der Nähe des Glaßberges eine Erzwäsche errichtet. Für die Arbeiter und ihre Familien entstanden in der Nähe Wohnhäuser. Die Ortsbezeichnung, die als Waschsleiden erstmals 1528 urkundlich bezeugt ist, leitet sich von der häufig verwendeten Endung -leite für Hang ab und lässt sich so auf diese „Erzwäsche am Hang“ zurückführen. Waschleithe ist damit keines der vielen älteren erzgebirgischen Dörfer, die bereits um 1200 angelegt worden sind, sondern entstand erst mit dem Aufkommen des Bergbaus. Dies wird auch an der Anlage des Ortes deutlich. Waschleithe ist ein kettenähnliches Reihendorf und genügte mit seinen Blockparzellen den im Bergbau tätigen Einwohnern. 1551 war es mit insgesamt 16 Haushaltsvorständen relativ gering besiedelt. Bis 1764 war die Einwohnerzahl mit 16 Gärtnern und vier Häuslern nicht bedeutend gewachsen. Erst im Verlaufe der beiden folgenden Jahrhunderte stieg die Zahl der Bevölkerung allmählich an und erreichte in den 1950er Jahren mit etwa 800 Einwohnern ihren Höhepunkt. Zum Gottesdienst gingen die Waschleither von Anfang an nach Grünhain. Nach der Wende und der Neubildung des Freistaates Sachsen erfolgten Eingemeindungen, am 1. Januar 1999 kam Waschleithe mit seinen 562 Einwohnern nach Beierfeld,das sich 2005 mit Grünhain zur Stadt Grünhain-Beierfeld zusammenschloss.

Altenburger Prinzenraub

Überregionale Bekanntheit erlangte Waschleithe durch den Altenburger Prinzenraub im Jahre 1455. Die Legende besagt, dass der Köhler Georg Schmidt den Prinzen Albrecht aus seiner Geiselhaft befreite. Zum Dank wurde Schmidt daraufhin geadelt und „von Triller“ genannt und mit einem Freigut bei Zwickau beschenkt. Im Gedenken an die Befreiung des Prinzen errichteten die Einwohner von Waschleithe 1822 am Fürstenberg ein Denkmal in Form eines Obelisken. Unmittelbar daneben entstand Ende der 1830er Jahre eine Hütte, die seitdem als Köhlerhütte Fürstenbronn (Link) bekannt ist. Das urige Gasthaus wurde Anfang der 1990er Jahre um einen Hotelanbau erweitert, welcher sich harmonisch anpasst. (Unser Tip für Original erzgebirgische Küche)

2018-01-29T10:06:16+00:00