Saigerhütte Olbernhau

//Saigerhütte Olbernhau

Das heutige Museum Saigerhütte Olbernhau mit seinem Kupferhammer. Die Saigerhütte war gleichzeitig Zentrum der Kupferverarbeitung in Sachsen. Vier Hammerwerke gehörten einst zum Komplex. Das Saigerverfahren ist ein mehrstufiger Schmelzprozess und gehörte zu den Spitzenleistungen des Hüttenwesens. Im Jahre 1537 wurde der Hüttenbetrieb zur Entsilberung von silberhaltigem Schwarzkupfer eröffnet und war ein technisches und bauliches Zeugnis des Hüttenwesens der Buntmetallurgie und von einmaliger Bedeutung in Europa. Die Saigerhütte Olbernhau bildete über Jahrhunderte ein eigenes Geheimwesen mit einer Vielfalt von Gebäuden. Der heutige Museumskomplex stellt eine in sich geschlossene und noch teilweise ummauerte Industriegemeinde aus 22 funktional miteinander verbundenen Gebäuden dar.

Er umfasst unter anderem die nur noch in Resten vorhandene Schmelzhütte, das Herrenhaus, die „Hüttenschänke“, den noch funktionsfähigen „Althammer“ mit seinen wasserradgetriebenen Schwanzhämmern und Wohnhäuser der Arbeiter.
Besonders begehrt war das qualitativ hochwertige Grünthaler Dachkupfer mit dem über 400 Bauwerke in Europa gedeckt wurden, so z.B. die Dresdner Frauenkirche, das Ulmer Münster oder Stephansdom in Wien. In der ehemals in sich gescHalogenen Industriegemeinde mit Anfängen eines Sozialsystems erhält der Besucher Einblick in die Technik, Geschichte und historisch-soziale Struktur eines Jahrhunderte alten metallurgischen Betriebes. Endecken Sie selbst die Geheimnisse der Saigerhütte.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 9.30 – 16.00

Kontakt:
Telefon: 037360 73367
Fax: 037360 79567
E-mail: saigerhuette@gmx.de

Von den ehemals zahlreichen Hammerwerken blieben in Sachsen neben dem „Althammer“ der Saigerhütte Grünthal nur drei weitere Anlagen, der Frohnauer Hammer, der Eisenhammer Dorfchemnitz und das Freibergsdorfer Hammerwerk in Freibergsdorf funktionsfähig erhalten.

2018-01-27T19:29:06+00:00