Eisenhammer Dorfchemnitz

Blick in das Museum Eisenhammer Dorfchemnitz
Eisenhammer Dorfchemnitz

Der Eisenhammer Dorfchemnitz ist ein historisches Hammerwerk. Die am Chemnitzbach gelegene Anlage ist seit 1969 ein technisches Museum. Neben dem eigentlichen Hammerwerk gehört auch eine Heimatstube zur Ausstellung. Im Jahre 1567 erteilte Kurfürst August von Sachsen dem Dresdner Bürgermeister Hans Hase die Konzession zur Errichtung und zum Betrieb des Eisenhammers und einer dazugehörigen Eisenerzgrube.

Verhüttet wurde im Eisenhammer Dorfchemnitz vorrangig Magnetit, der im nahe gelegenen Wolfsgrund abgebaut wurde. Das Hammerwerk blieb bis in die heutige Zeit in dem technischen Zustand erhalten, den es 1844 beim Umbau zur Schmiede erhielt. Über einen 420m langen Hammergraben gelangt Wasser auf ein Oberschlächtiges Wasserrad mit einem Durchmesser von 4m und einer Breite von 1m.

Mit den gewonnenen Erzen produzierte das Dorfchemnitzer Hammerwerk vorrangig Gezähe, d. h. verschiedene Werkzeuge und Arbeitsgeräte für die zahlreichen Bergwerke im Raum um Freiberg und Brand-Erbisdorf. Als Georg Adolph von Hartitzsch 1699 den Hammer erwarb, wurde er von August dem Starken darauf hingewiesen, dass das Dorfchemnitzer Eisen von denen Gewerken und Hammermeistern nicht außerhalb Landes verführet, sondern innerhalb Landes auf den dazu vergünstigten Hämmern verschmiedet, und das geschmiedete Eisen denen Bergstädten und Untertanen hiesiger Lande um einen billigen Kauf vor allen anderen angeboten und gelassen werden soll.

Öffnungszeiten des Eisenhammer

Besichtigungen mit einer einstündigen Führung finden im Museum Eisenhammer von
Mai bis Oktober, Donnerstag bis Sonntag, 13.00 bis 16.00 Uhr statt.
Dabei können Sie einen der Schwanzhämmer und den Blasebalg, angetrieben von den beiden Wasserrädern, in Betrieb erleben.

Anschrift:
Museum Eisenhammer Dorfchemnitz
Hauptstraße 11
09619 Dorfchemnitz
Zur Webseite: Link

weitere Technische Denkmäler

Von den ehemals zahlreichen Hammerwerken blieben in Sachsen neben dem Eisenhammer Dorfchemnitz nur drei weitere Anlagen. Der Frohnauer Hammer, der „Althammer“ der Saigerhütte Grünthal und das Freibergsdorfer Hammerwerk in Freibergsdorf funktionsfähig erhalten.