Binge in Geyer im Erzgebirge
Zu den Sehenswürdigkeiten gehört auch das Wahrzeichen der Bergstadt Geyer, das geologische und bergbaukundliche Denkmal, die Binge. Übermäßiger Abbau unter Außerachtlassung der notwendigen Sicherheit waren die Ursache für den Zusammenbruch des Zinnstockwerkes Geyersberg in den Jahren 1704 und 1803. Geyer und seine charakteristischen Türme ist keine Bauernsiedlung wie andere Orte im Greifensteingebiet, sondern wurde von Bergleuten gegründet – wie man vermutet, gegen Ende des 14. Jahrhunderts.
Die Binge in Geyer ist eines der bekanntesten und eindrucksvollsten Zeugnisse des historischen Bergbaus im Erzgebirge. Sie befindet sich direkt am Rand der Stadt Geyer im sächsischen Erzgebirgskreis und prägt das Ortsbild bis heute auf besondere Weise. Der Begriff Binge bzw. Pinge bezeichnet im Bergbau einen großflächigen Einsturz der Erdoberfläche, der durch unterirdische Hohlräume verursacht wird.
Entstehung und Bergbaugeschichte
Bereits seit dem 15. Jahrhundert wurde in Geyer intensiv Zinnbergbau betrieben. Über Jahrhunderte hinweg entstanden unter der Stadt zahlreiche Schächte, Stollen und Abbaukammern. Damals fehlten jedoch moderne Sicherungsmethoden, sodass viele Hohlräume nur unzureichend abgestützt waren. Mit der Zeit verlor das Gestein an Stabilität. Im Jahr 1803 kam es schließlich zu einem dramatischen Ereignis: Große Teile des unterirdischen Bergwerks brachen ein, und die Erdoberfläche sackte ab. Innerhalb kurzer Zeit entstand ein riesiger Krater – die heutige Geyersche Binge. Der Bergbau in diesem Bereich wurde danach endgültig eingestellt, da er als zu gefährlich galt.
Aussehen und Größe
Die Binge hat heute einen Durchmesser von etwa 200 bis 250 Metern und ist ungefähr 50 Meter tief. Die steilen, teilweise felsigen Hänge fallen trichterförmig nach innen ab. Besonders beeindruckend ist der Kontrast zwischen dem bewaldeten Inneren der Binge und der bebauten Umgebung der Stadt, die nur wenige Meter entfernt liegt. Natur und Schutzgebiet Im Laufe von über 200 Jahren hat sich die Natur den Einsturzkrater zurückerobert. In der Binge haben sich seltene Pflanzenarten, Moose und Farne angesiedelt, und auch verschiedene Vogel- und Kleintierarten finden dort einen geschützten Lebensraum. Aufgrund dieser besonderen Flora und Fauna steht die Binge heute unter Naturschutz und gilt als wichtiges Geotop.
Bedeutung heute
Heute ist die Binge ein beliebtes Ausflugs- und Wanderziel. Ein gesicherter Rundweg mit Geländern und Informationstafeln führt um den Krater herum und bietet eindrucksvolle Ausblicke in die Tiefe. Die Binge dient außerdem als Lernort für Geologie, Bergbaugeschichte und Naturschutz und ist ein Symbol für die lange Bergbautradition des Erzgebirges.
Insgesamt ist die Binge in Geyer nicht nur ein Naturdenkmal, sondern auch ein mahnendes und faszinierendes Beispiel dafür, welche langfristigen Folgen der Bergbau haben kann – und wie sich Natur und Landschaft über die Zeit verändern.
Anschrift:
Tourist-Information Geyer
Altmarkt 109468 Geyer
Telefon ( 03 73 46) 1 05 21
Fax ( 03 73 46) 1 05 61
Führungen:
Organisierte Führungen zu geologischen und historischen Themen sind mit Anmeldung in der Tourist-Information in Geyer möglich. Eine Eigenverantwortliche Besichtigung ist jederzeit möglich.
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